Tipps und Empfehlungen zur Pflege von Tintenpatronen aus der DruckerBox©                                                                                                                                     Startseite

 

 

Druckerpatronen sind sehr empfindlich. Es sind Gebrauchsgegenstände und nicht für die Ewigkeit gebaut. Die Düsen und der Chip unterliegen starkem Verschleiß.

Je nach Typ gibt es mehrere Systeme, die alle ihre Eigenheiten besitzen. Grundsätzlich gilt allerdings:

 

   1. Die Patronen nachfüllen lassen, ehe sie ganz leer sind.

 

Bei Gebrauch werden die Düsen erhitzt. Wenn man sie ganz leer fährt, steigt die

Gefahr der Austrocknung. Außerdem kann der Druckbereich durch die Hitze beschädigt werden. Die Tinte wirkt auch kühlend.

 

   2. Nichts auf die Düsen kleben.

 

Die Platinen sind ca. ein zehntel Millimeter dünn und enthalten bis zu einigen

Hundert Düsen. Jede Art von Klebestreifen verstopft die feinen Düsen der Patrone.

Außerdem enthält z.B. Tesafilm™ Säure, die sich nicht mit dem Material verträgt.

 

   3. Die Patronen nicht ungeschützt transportieren.

 

Für die meisten Kartuschen gibt es mittlerweile passende Schutzhüllen.* Ist die

Patrone nicht ganz leer, gibt sie sofort Farbe ab, wenn man den Düsenbereich

berührt, oder dieser mit einem undurchlässigem Material (Plastikbeutel) in

Kontakt kommt. Innerhalb weniger Augenblicke treten kleine Farbtropfen aus

und laufen meist in die anderen Farbkammern zurück. Eine kleine Menge beispielsweise

blauer Farbe wird grün, wenn sie in die gelbe Kammer gelangt. Diese falsche Farbe wird

dann von den Schwämmen aufgenommen und verfärbt ihn völlig. Mit einem Schutzclip vermeidet man das Problem.

Einfach die Patrone mit dem Düsenbereich auf die Gummidichtung des Schutzclips stellen und den Clip dann einrasten lassen. Fertig.

 

   4. Die Patronen nicht mit scharfen Reinigern behandeln.

 

Auch hier gilt, dass alle scharfen Reiniger die Platinen verätzen. Warmes Wasser

und ein Haushaltstuch genügen.

 

   5. Die Patrone nicht auf den Kontaktbereich legen.

 

Der Chip ist ähnlich sensibel wie die Düse. Die flüchtige Berührung, mit einem

Fingernagel zum Beispiel, kann den Chip beschädigen. Dann wird die Patrone

nicht mehr gelesen und ist nicht zu retten. Das gleiche gilt, wenn man die Kartusche

auf den Kontaktbereich legt, bzw. wenn er mit anderen Materialien in Berührung

kommt. So stoßen beim Transport zweier ungeschützter Patronen diese manchmal

so hart aneinander, dass der Chip zerstört wird. In diesem Fall sind sie unbrauchbar.

 

   6. Bei einer Tinte bleiben.

 

Selbstgefüllte Patronen funktionieren oft nicht, weil jede Tinte eine eigene Rezeptur hat. Nur originalgetreue Tinten sorgen dafür, dass die Düsen nicht verkleben und verstopfen. 

 

 

Achtung: Wiederbefüllte Patronen zeigen meist keinen realen Tintenfüllstand an.

 

*) Schutzhüllen gibt es in der DruckerBox

 

 

So sparen Sie Tinte

·         Vieldrucker. Kaufen Sie einen Drucker, der zu Ihren Bedürfnissen passt. Wer viel druckt, wählt ein Modell mit einzelnen Farbtanks und niedrigen Tintenpreisen. Das gilt für Epson-Drucker und einige Canon-Modelle. Bevorzugen Sie Drucker, für die es alternative Tintenpatronen gibt.

·         Wenigdrucker. Wer sehr wenig druckt, wählt am besten einen Drucker von Lexmark oder HP. Hier sind die Düsen in die Tintenpatrone integriert. Sind die Düsen verstopft, tauschen Sie einfach die Tintenpatrone aus.

·         Tinte sparen. Setzen Sie den Reinigungslauf bei Tintendruckern nur selten ein. Das „Spülen“ der Düsen verbraucht viel Tinte. Erst wenn der Drucker nur noch streifig druckt, ist eine Reinigung angesagt.

·         Druckqualität. Drucken Sie in Entwurfsqualität, wenn Sie Tinte sparen wollen. Für viele Zwecke reicht die Entwurfsqualität aus.

·         Tinte billiger. Die Druckerhersteller empfehlen stets Originalpatronen. Tinte von anderen Markenanbietern schadet dem Drucker aber nicht. Vorausgesetzt, die Patrone passt. Das zeigen Tests der STIFTUNG WARENTEST. Gute und günstige Tintenpatronen gibt es vor allem für Canon und Epson. Ersparnis: bis zu 80 Prozent.

·         Verfallsdatum. Wer viel druckt, kauft am besten Großpackungen mit mehreren Patronen. Achten Sie dabei auf das Verfallsdatum: Nur frische, originalverpackte Patronen können eine Weile lagern.

·         Regelmäßig drucken. Druckköpfe trocknen ein, wenn Sie nicht regelmäßig drucken. Drucken Sie ein paar Mal im Monat eine farbige Seite – das hält die Düsen frei.

·         Nachfüllen. Tintenpatronen für HP-Drucker sind grundsätzlich teuer. Ersparnis mit Fremdpatronen nur etwa 50 Prozent. Hier lohnt sich das Nachfüllen. Ersparnis: etwa 70 Prozent und mehr.

·         Probedruck. Nachgefüllte Patronen drucken oft schlechter. Bevorzugen Sie einen professionellen Nachfüllservice mit Probedruck: Der zeigt, ob die Patrone erneuert werden muss. Selbst nachfüllen - mit Spritze - lohnt sich nur für Vieldrucker mit Bastlergeist.

·         Nicht vom Netz trennen. Trennen Sie ältere Tintendrucker nicht ganz vom Netz. Manches Modell geht sonst nach dem Wiedereinschalten davon aus, dass es neu installiert wurde. Die Folge: ein automatischer Reinigungslauf. Mitunter auch ein Probedruck. Wer den Drucker täglich über eine Steckerleiste abschaltet, verpulvert sinnlos Tinte. Das ist teurer als der geringe Stromverbrauch bei ausgeschaltetem Drucker.

 

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Im Garantiefall nicht abwimmeln lassen

Nicht selten befürchten Verbraucher, dass durch Billig- oder Nachfüllpatronen die Garantie für den Drucker erlischt. Doch das ist nicht der Fall, auch wenn manche Händler und Service-Mitarbeiter das gerne behaupten. Daher sollte man sich bei Druckerproblemen nicht einfach abwimmeln lassen. Der Hersteller muss erst einmal nachweisen, dass das Gerät durch Tintenpatronen beschädigt wurde.

Etwas anders ist die Sachlage allerdings, wenn der Besitzer selbst die Patronen mit einer Spritze nachgefüllt hat. Entstehen dadurch Schäden am Drucker - etwa weil die Tinte ausläuft - erlischt tatsächlich die Garantie. Für das Nachfüllen zu Hause braucht man viel handwerkliches Geschick. Da Druckertinte Flecken verursacht, die nur sehr schwer wieder wegzubekommen sind, sollte man Handschuhe anziehen und viel Zeitungspapier auslegen. Außerdem sollte Tinte von hoher Qualität genutzt werden.

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Derweil klagen Druckerhersteller wie Hewlett Packard oder Epson wegen Patentverletzungen oder Verletzungen von Copyrights gegen Anbieter von Billigtinten. Die PR-Abteilungen der Unternehmen pflegen zugleich diverse Legenden darüber, wie minderwertig die Ergebnisse von Alternativtinten seien - bis hin zur Mär, dass Alternativprodukte im Extremfall sogar den Drucker zerstören könnten.

Gar nicht wahr, behauptet die Stiftung Warentest. Tintenstrahldrucker würden durch die Verwendung von Billigtinten nicht zerstört. Das fand die Stiftung in einem Dauertest mit 17 Druckern heraus, bei dem keines der Geräte ausfiel.

 

 

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